Arbeitsweise

“Aber das ist doch Müll!” – von der Tüte zur Tasche.

Seit 20 Jahren verwebe ich nun Plastiktüten.
Und es bleibt immer noch spannend, zu sehen, was aus einer Tüte werden kann.


Handwerklich passiert folgendes: Ich zerschneide die Tüten spiralförmig mit der Schere in einen langen Streifen, den spule ich auf und verwebe ihn auf einer Webkette, ein Polyestergarn, das aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurde.

Im Laufe der Zeit entstanden immer neue Designs:
Kulturbeutel, Handtaschen – sportlich oder für die Oper -, Rucksäcke, Umhängetaschen,
Muffs, Papierkörbe und mehr.

Und immer entdecke ich neuen “Müll”, der sich verarbeiten lässt.
So entstand 2010 das Projekt „Verwebe Deinen Lieblingsfilm“.
Das heißt Sie stellen mir ihre alte VHS-Kassette mit Ihrem Lieblingsfilm darauf zur Verfügung, ich verwebe das Band und Sie erhalten dann den verwebten Film in Form eines Papierkorbes oder einer Tasche wieder zurück.

Grundsätzlich: Alle Materialien, die ich verarbeite, würden auf dem Müll landen oder häufen sich bei Menschen in ihren Schubladen und werden dann bei mir abgegeben.
Und meine Werke sind Unikate.